Sport

Innovationen im Sport

Für viele Menschen ist der Sport sozusagen die letzte Bastion. Hier gibt es kein vielleicht oder eventuell. Hier zählt nur ob der Ball im Tor war oder eben nicht. Lange Zeit gab es darum keine Diskussion, auch wenn es heikle Entscheidungen gegeben hat. Man denke nur zurück an das Wembley Tor, wofür sich Deutschland quasi 2010 revanchiert hat, nämlich als Manuel Neuer den Ball einfach nachvorne gedrescht hat, wobei die Engländer empört waren.

Technik im Fußball ist kein Tabu mehr

Mittlerweile ist der Fußball, aber auch nicht der Sport, den viele Menschen als sie jung waren gekannt haben. Heutzutage sind die Vereine Unternehmen und müssen irgendwie versuchen nicht nur sportlichen Erfolg zu bekommen, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Dabei kann es schon entscheidend sein, ob ein Ball im Tor war oder eben nicht. Denn manchmal beträgt die Grenze zwischen Niederlage und Gewinn ein paar Millionen Euro.

Wie genau die Diskussion, um Torlininentechnik, Videobeweis und weitere verlaufen sind, ist an dieser Stelle nicht so wichtig. Fakt ist aber, dass dem Sport durch die Einführung dieser Techniken etwas genommen wird, dass ihn vorab so interessant gemacht hat.

Denn Platz für menschliches Versagen wird durch die Nutzung von Technik eliminiert, insofern, dass der Nutzer selbst auch keine Fehler machen darf. Alle Sportwetten mit Skrill auf einem Blick.

Dazu kommt, dass die Technik an sich natürlich auch anfällig für Fehler ist und man es schwer haben dürfte die Nutzung der Technik zu verteidigen, wenn man zu Anfangszeiten der Nutzung immer wieder auf Probleme stößt.

Es wurde dem Fußball also ein bisschen die Magie des Zufalls genommen. Heutzutage kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gesagt werden, ob ein Ball im Tor war oder eben nicht. Dass beruhigt Fans und Verantwortliche auf beiden Seiten, aber geht dadurch nicht auch ein wenig der Reiz des ganzen verloren?

Etwas von seinem Reiz geht verloren

Fußball ist immerhin ein Massenphänomen und man begeistert seit einigen Jahrzehnten die Menschen damit. Und früher gab es ganz bestimmt Entscheidungen, die nicht immer korrekt waren aber mit denen sich die Menschen arrangieren konnten. Welche Effekte die Nutzung der Technologien haben wird, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Es wäre gut, wenn man nach einiger Zeit, zum Beispiel nach einer Saison oder einem Turnier nachfragen würde, wie bestimmte Personengruppen die Nutzung beurteilen.

Zu den wichtigsten Personen zählen natürlich die Fans, die Spieler, Trainer und Verantwortliche des Vereins sowie die Menschen in den Führungspositionen der (Landes)verbände.

Gemessen daran, dass es grade zu Beginn einer Nutzung immer wieder zu Problemen und auch Nachbesserungen kommen kann, sollten solche Messungen öfters erfolgen und nicht nur nach einer Saison oder einem, großen Turnier.

Denn dadurch kann man eine Entwicklung festhalten und die richtigen Schlüsse ziehen.